Rhythmus und Überleitung

Zehn Sekunden Ableitung II — und darunter, was im Herzen passiert.

Ein Rhythmus ist ein Ablauf, kein Merksatz. Drück auf Abspielen und sieh zu, wie sich der Streifen aufbaut: Beim Mobitz I wartest du auf den Schlag, der nicht kommt — und beim Vorhofflimmern darauf, dass sich nie ein Takt einstellt.

Der EKG-Aufbaukurs. Frequenz bestimmen, PQ-Zeit messen, AV-Blockierungen, Sinusknoten-Aussetzer und Vorhofflimmern erkennen — mit Übung, Abschlussquiz und gespeichertem Fortschritt.Zum Kurs →

Sinusrhythmus

Jede P-Welle wird übergeleitet, PQ-Zeit gleichbleibend.

Vorhof 70/min
Kammer 70/min
II0sAAVVPPPPPP165165165165165165
II5sAAVVPPPPPP165165165165165165

Unter jeder Zeile das Leiterdiagramm: A Vorhof, AV Überleitung, V Kammer. Blau: übergeleitet, die Zahl ist die PQ-Zeit in ms. Rot: bleibt im AV-Knoten stecken. Lila Punkt: Die Kammer schlägt im Takt eines Ersatzzentrums, ohne Bezug zum Vorhof. Orange P′: eine vorzeitige Erregung aus dem Vorhof. F statt P heißt Flatterwelle. Ein großes Kästchen sind 200 ms und 0,5 mV.

Die dritte Stufe: Ischämie und ST-Strecke — wo der Schaden sitzt, mit echten EKGs, Übung und Quiz.

Die Kurven sind gerechnet, nicht aufgezeichnet: Jeder Schlag stammt aus demselben Modell wie im Grundkurs. Vereinfachungen: Die QT-Zeit passt sich der Frequenz nicht an, die Flimmer- und Flatterwellen sind angenähert, und Rhythmen, die im Kammermuskel entstehen, fehlen — das Modell kann sie noch nicht ehrlich rechnen. Einteilung der Überleitungsstörungen nach der ACC/AHA/HRS-Leitlinie zu Bradykardie und Leitungsverzögerung (Kusumoto et al., 2018). Lehrmaterial, keine klinische Entscheidungshilfe.